Politischer Frühschoppen in Walldürn

SPD Spitzenkandidat Nils Schmid zu Gast

Das Interesse am Politischen Frühschoppen mit Spitzenkandidat Nils Schmid war riesengroß: Das Haus der offenen Tür war am Sonntagvormittag voll besetzt. Die Genossen sparten nicht mit Applaus für den baden-württembergische Wirtschafts- und Finanzminister, was in Zeiten schlechter Umfragewerte Balsam für die Politikerseele war.

Der zweifache Familienvater steht für einen neuen Politikstil. „Ich will die Menschen mitnehmen statt über ihr Köpfe hinweg zu entscheiden“, sagt Nils Schmid, dessen Leitlinie sich durch alle Politikfelder durchzieht. Dies gilt für seinen Vorschlag, „mehr Demokratie zu machen“. Dies gilt in der Bildungspolitik, in der Nils Schmid gemeinsam mit Eltern, Lehrern und Kommunalpolitikern die Schulformen vor Ort passgenau gestalten will. Und das gilt in der Energiepolitik, in der der versierte Finanz- und Wirtschaftsexperte ganz auf dezentrale Energieversorgung und die Neugründung von Stadtwerken setzt.

Nachdem das "Trio Musicale" mit wohlklingenden Tönen auf den Frühschoppen eingestimmt hatte, stürmte die Tanzgruppe "Next Level" aus Buchen die Bühne. Volker Schwender stellte das von ihm initiierte Integrationsprojekt vor, das inzwischen international bekannt sei. Anschließend begeisterten die Deutschen Meister im Streetdance das Publikum mit ihrem gekonnten Auftritt.

 "Die SPD hat in den zurückliegenden fünf Jahren viel für das Land erreicht", stellte Ortsvereinsvorsitzender Ralf Beyersdorfer eingangs fest. Daran hätten Nils Schmid und Georg Nelius großen Anteil: "Die SPD ist gut für Baden-Württemberg!"

 

"Wir haben ein gutes Land noch besser gemacht", sagte MdL Nelius über die Erfolge seiner Partei und beleuchtete die Auswirkungen der SPD-Politik für den Landkreis. So habe es mehr Mittel für den Straßenbau und die Kleinkindbetreuung gegeben. Nur wer schlecht informiert oder böswillig sei, der könne behaupten, dass die aktuelle Regierung weniger für den Ländlichen Raum getan habe als ihre Vorgänger. Die anschließende Gesprächsrunde mit den beiden Landespolitikern wurde von Zweitkandidat Jürgen Graner moderiert. Regen Gebrauch machten die Besucher von der Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Zunächst nutzte der Minister aber die Gelegenheit, die Werbetrommel für Georg Nelius zu rühren: "Es ist sehr wichtig, dass ein Vertreter der Region im Landtag sitzt, der weiß, dass das Land seine Stärke aus der Fläche zieht!" Er forderte die Wähler dazu auf, dafür zu sorgen, dass der Abgeordnete "seine erfolgreiche Arbeit für die Menschen im Kreis" fortsetzen kann.

 

Das Thema "Flüchtlinge" brennt den Menschen unter den Nägeln und dominierte auch die Fragen des Publikums. "Es geht bei dieser Wahl auch um den Zusammenhalt unserer Gesellschaft", betonte Schmid. Man dürfe nicht zulassen, dass einzelne Gruppen der Gesellschaft gegeneinander ausgespielt würden: "Deshalb dürfen wir Ängste nicht mit noch mehr Angst beantworten."

 

Der Minister sprach sich für eine europäische Lösung aus: "Die EU ist eine Wertegemeinschaft und kein Geldautomat." Wenn dies aber nicht gelinge, werde Europa scheitern. Die Integration sei nur zu schaffen, wenn die Zahl der neuen Flüchtlinge in diesem Jahr spürbar reduziert werde - etwa durch eine bessere Sicherung der Außengrenzen und durch die Bekämpfung der Fluchtursachen. Wer keine Chancen auf ein Bleiberecht habe, der müsse konsequent abgeschoben werden - alle anderen müssten mit aller Kraft integriert werden, und hier seien Sprache und Arbeit der Schlüssel zum Erfolg.

 

Georg Nelius stellte das Engagement der unzähligen ehrenamtlichen Helfer und die im Landratsamt geleistete gute Arbeit heraus. Zudem sei er stolz, dass es im Kreis noch zu keiner fremdenfeindlichen Attacke gekommen sei.

"Wir brauchen einen Wirtschaftsminister, der nicht nur für die Unternehmen da ist, sondern der dafür sorgt, dass die Wirtschaft den Menschen dient", sagte Schmid und verwies auf sein Ziel, Leiharbeit und Werkverträge stärker zu regulieren. "Wir möchten hier das Prinzip "Gleiche Lohn für gleiche Arbeit" durchsetzen.

Beim Freihandelsabkommen mit den USA sei eine Schwarz-Weiß-Debatte nicht zielführend. Vielmehr gehe es darum, Chancen zu erkennen und Risiken zu minimieren.

 

Weitere vom Publikum angesprochene Themen waren die Wohnbauförderung ("25 000 neue Sozialwohnungen") und die Bildung. Schmid und Nelius betonten, dass weder die Zukunft des Gymnasiums noch die der Realschule zur Diskussion stünden. Oberstes Ziel der SPD sei die Bildungsgerechtigkeit, und hier habe sich die Einführung der Gemeinschaftsschule bewährt.

 Die schlechten Umfragwerte schnitt Schmid ebenfalls an: "Die Mehrheit der Bürger ist mit der Landesregierung zufrieden." Davon profitierten derzeit aber in erster Linie die Grünen. "Wir haben mächtig Luft nach oben", sagte der Spitzenkandidat und appellierte an die Zuhörer, in der Woche vor der Wahl alle Kräfte zu mobilisieren.

Der zweifache Familienvater steht für einen neuen Politikstil. „Ich will die Menschen mitnehmen statt über ihr Köpfe hinweg zu entscheiden“, sagt Nils Schmid, dessen Leitlinie sich durch alle Politikfelder durchzieht. Dies gilt für seinen Vorschlag, „mehr Demokratie zu machen“. Dies gilt in der Bildungspolitik, in der Nils Schmid gemeinsam mit Eltern, Lehrern und Kommunalpolitikern die Schulformen vor Ort passgenau gestalten will. Und das gilt in der Energiepolitik, in der der versierte Finanz- und Wirtschaftsexperte ganz auf dezentrale Energieversorgung und die Neugründung von Stadtwerken setzt.