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SPD zum Informationsbesuch bei der Freiwilligen Feuerwehr

Die ehrenamtlichen Helfer der Freiwilligen Feuerwehr leisten jeden Tag einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit der Walldürner Bürger.

Die Mitglieder, Mandatsträger und Freunde der SPD Walldürn trafen sich vergangenen Mittwoch zu einer Informationsveranstaltung bei der Freiwilligen Feuerwehr Walldürn. Dabei erhielten die Teilnehmer nicht nur einen fundierten Einblick in die vielfältigen Aufgaben und die umfangreiche Ausbildung der Feuerwehr sondern auch einen Überblick über den Umfang und Funktionsweise der technischen Ausstattung.

 

In seiner Begrüßung erläuterte der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Ralf Beyersdorfer die Zielsetzung der SPD sich vor Ort zu informieren, damit man im Gemeinderat auch sachkundig entscheiden könne. Besonders freute sich Beyersdorfer, dass sich der Stadtkommandant Rolf Stumpf gemeinsam mit dem Walldürner Abteilungskommandanten Matthias Meidel und dessen Stellvertreter Markus Stäudinger und Sascha Dörr bereit erklärt hatten, diese Informationsveranstaltung durchzuführen.

Im Namen der Freiwilligen Feuerwehr Walldürn hieß Gesamtkommandant Rolf Stumpf die Gäste willkommen. Neben den Vorträgen hatte man seitens der Feuerwehr zwei Praxisstationen vorbereitet.

 

Anhand des Landesfeuerwehrgesetztes erläuterte der stellvertretende Abteilungskommandant Sascha Dörr zuerst den Begriff Feuerwehr, um dann anschließend die gesetzlichen Aufgaben der Feuerwehren ausführlicher darzustellen. Dabei wurde schnell klar, dass die Brandbekämpfung nur noch eine der vielen Aufgaben ist, die die Frauen und Männer der Feuerwehr in ihrem Dienst erfüllen. Die unterschiedlichsten technischen Hilfeleistungen, zur Rettung von Menschen und Tieren aus lebensbedrohlichen Lagen, wie beispielsweise bei Verkehrsunfällen, sind längst die häufigsten Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr. Aber auch die Abwehr von Gefahren gehört heute zu den Aufgaben der Feuerwehr. Als Beispiel nannte Dörr das Beseitigen von umgestürzten Bäumen von Straßen oder Schienen nach Unwettern.

Weiter führte der stellvertretende Abteilungskommandant Sascha Dörr aus, dass das Aufstellen, Ausrüsten und Unterhalten einer leistungsfähigen Feuerwehr eine Aufgabe der Gemeinde sei. Hierzu gehört nicht nur die Beschaffung und Unterhaltung einer angemessenen technischen Ausstattung sondern auch die Aus- und Fortbildung der Feuerwehrangehörigen.

Das Thema Aus- und Fortbildung sowie die unterschiedlichen Funktionsträger wurden vom Abteilungs-kommandanten Matthias Meidel vorgestellt. Meidel betonte, dass eine fundierte Ausbildung sowie regelmäßige Fortbildungen und Übungen eine wichtige Grundlage für die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr ist. Während die Ausbildung zum Truppmann, Maschinisten, Sprechfunker und Atemschutzgeräteträger noch auf Ebene des Landkreises gemeinsam mit anderen Feuerwehren durchgeführt wird, müssen die Führungslehrgänge bei der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal besucht werden. So dauert beispielsweise die Ausbildung zum Gruppenführer zwei Wochen an der Feuerwehrschule.

Durch ihren freiwilligen Dienst bei der Feuerwehr verpflichten sich die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer nicht nur zum Dienst bei Alarmen sondern auch zur regelmäßigen Teilnahme an den Dienstabenden, an denen Fortbildungen und praktische Übungen stattfinden.

Der Einführung folgten zwei Praxisstationen zu denen der stellvertretende Abteilungskommandant Markus Stäudinger eine kurze Erläuterung gab.

An der ersten Station stellte Stäudinger die verschiedenen Einsatzfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehr Walldürn, beginnend vom Kommandowagen über die Löschgruppenfahrzeuge bis zum neuen Hilfeleistungslöschfahrzeug HLF 20/16 vor. Anhand des HLF 20/16 gab der stellvertretende Abteilungskommandant einen Einblick in die technische Ausstattung des Fahrzeugs, mit dem die Freiwillige Feuerwehr über ein vielseitig einsetzbares Fahrzeug verfügt, das sowohl für die Brandbekämpfung als auch für die technische Hilfeleistung, insbesondere bei Verkehrsunfällen, bestens ausgerüstet ist. So verfügt das Fahrzeug neben den wasserführenden Armaturen und einem 2100 l-Wassertank über eine leistungsfähige hydraulische Rettungsschere sowie weitere Hilfsmittel zur Unfallhilfe. Markus Stäudinger erläuterte, dass bei verschiedenen Ausrüstungsgegenständen, wie beispielsweise der Rettungsschere eine doppelte Verfügbarkeit zwingend erforderlich ist. Bei schweren Verkehrsunfällen kommen häufig zwei Rettungsscheren zum Einsatz.

Ausgestattet mit entsprechender Schutzausrüstung konnten die Gäste selbst Hand anlegen und mit der hydraulischen Rettungsschere verschiedene metallene Gegenstände zerschneiden.

Die zweite Praxisstation gab einen Einblick in die Ausbildung und Ausrüstung der Atemschutzgeräteträger in der Zentralen Atemschutzübungsanlage. So müssen die Atemschutztrupps nicht nur unter Extrembedingungen eine durch Gitterkäfigen unterteilte Übungsstrecke durchlaufen sondern auch vor und nach der Teststrecke ihre körperliche Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. In der zentralen Atemschutzwerkstatt werden durch Masken und Atemschutzgeräte nach strengen Vorgaben gereinigt, gewartet und geprüft. Die Atemschutzflaschen werden wieder mit Luft gefüllt, so dass die Ausrüstung nach dem Einsatz wieder in einwandfreiem Zustand zur Verfügung steht.

Im Anschluss an die beiden Praxisstationen traf man sich wieder im Schulungsraum, wo die Vertreter der Feuerwehr die Fragen der Teilnehmer sachkundig beantworteten. Im Namen der SPD Walldürn bedankte sich der Ortsvereinsvorsitzende Ralf Beyersdorfer für den informativen Abend. Beyersdorfer erinnerte an den wichtigen Beitrag für die Sicherheit der Bürger, den die ehrenamtlichen Helfer der Freiwilligen Feuerwehr Tag für Tag ehrenamtlich leisten. Die dargestellte Leistungsfähigkeit der Walldürner Feuerwehr sei beeindruckend. Für die SPD-Gemeinderatsfraktion schloss sich Stadtrat Rolf Günther dem Dank an. Wer die Helferinnen und Helfer der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz erlebt hat, weiß das Engagement und die Professionalität mit denen sie ihre Aufgaben bewältigen zu schätzen, so Günther anerkennend.

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