Waldbegehung der SPD

Sozialdemokraten wurden im Forst aktiv

Die Teilnehmer halfen bei der Aufforstung mit!

Einen kurzweiligen und informativen Nachmittag verbrachten die Teilnehmer der diesjährigen Waldbegehung der SPD Walldürn, zumal sie dieses Jahr selbst im Wald tätig werden durften.

Wie der SPD Ortsvereinvorsitzende Ralf Beyersdorfer in seiner Begrüßung erläuterte, führt die SPD Walldürn schon seit vielen Jahren ein öffentliche Waldbegehung durch, um die Bürgerinnen und Bürgern für die Probleme des heimischen Waldes zu sensibilisieren und ihnen die Möglichkeit zu geben, vor Ort Wissenswertes über den Wald und die Arbeit der Forstverwaltung zu erfahren. Dass sich trotz des Regens wieder eine Gruppe von über 20 Teilnehmern zusammengefunden hat, belegt das Interesse an dieser Veranstaltung.

 

Besonders begrüßte Beyersdorfer den Leiter des Staatlichen Forstamtes Walldürn Henner Niemann sowie die Revierleiter Kipple und Michel und bedankte sich bei ihnen für die Bereitschaft die Waldbegehung gemeinsam mit der SPD durchzuführen.

Unter fachkundiger Führung von Forstamtsleiter Niemann startete die Gruppe auf der Alten Amorbacher Straße in den Wald. Unterwegs erklärte Niemann die verschiedenen Holzqualitäten und die Schwierigkeiten, die sich derzeit bei der Vermarktung des Holzes ergeben. Umso mehr waren die Teilnehmer der Waldbegehung überrascht, als sie erfuhren, das Holz aus dem Walldürner Wald bis nach Sizilien verkauft wird. Durch ein sehr großes Angebot auf dem Holzmarkt sind die Preise derzeit allerdings entsprechend niedrig.

Eine Würdigung der Leistungen der Forstwirtschaft unter rein wirtschaftlichen Aspekten ist kaum möglich. Einerseits erbringt die Forstverwaltung Leistungen für die Kommune, deren Erlöse nicht dem Forst zugerechnet werden. Andererseits gibt es eine Vielzahl von Leistungen der Forstwirtschaft, die sich in Geld gar nicht quantifizieren lassen.

Das Ziel der diesjährigen Waldbegehung war eine Kahlfläche, die derzeit aufgeforstet werden soll. Früher galt die Fichte als besonders wirtschaftliche Baumart und so sind auch noch viele Altbestände im Walldürner Forst von Fichtenbeständen geprägt. Allerdings ist die Fichte nicht für jeden Standort geeignet, was nicht zuletzt durch die verheerenden Sturmschäden offensichtlich wird. Ziel einer nachhaltigen Forstwirtschaft, so Niemann, ist es heute einen ökologisch wertvollen Bestand an verschiedenen Baumarten für die Zukunft zu pflegen. Deshalb gilt es vor der Aufforstung den Standort zu erkunden, für welche Baumarten er geeignet ist. Eine Grundlage hierfür sind die Ergebnisse der Standortkartierung, die Niemann und der Revierleiter Kipple anhand einer Karte erläuterten.

 

Anschließend wurde eine Bodenprobe entnommen, die den Aufbau der einzelnen Schichten erkennen lies. An diesem Standort hat sich die Forstverwaltung für die Aufforstung mit Eichen entschieden. Damit keine reine Monokultur entsteht wird die Kultur in bestimmten Abständen mit anderen Baumarten, wie z.B. der Hainbuche durchmischt.

 

Nachdem Revierleiter Kipple noch einiges zur Beschaffung und Vorbereitung der Setzlinge erklärt hatte durften sich alle Teilnehmer mit Hohlsparten und Pflanzsäcken ausrüsten, um dann selbst einige Baumreihen aufzuforsten.

Nach Abschluss der Pflanzarbeiten ging es gemeinsam in die Forstschutzhütte am Auerberg, wo Helfer der SPD schon Kaffee und Kuchen sowie ein kleines Vesper vorbereitet hatten. Der Ortsvereinsvorsitzende Ralf Beyersdorfer dankte allen Teilnehmern der Waldbegehung für ihr Kommen und ihre Bereitschaft bei der Pflanzaktion selbst Hand anzulegen. Die Bereitschaft, Arbeit und Zeit in eine Sache zu investieren, von deren Ergebnissen man selbst nicht mehr profitieren wird, verdiene besondere Anerkennung. Weniger kurzfristiges Denken und mehr zukunftsorientiertes Handeln wünscht sich Beyersdorfer auch in vielen anderen Bereichen.

 

Gemeinsam mit Bürgermeister Karl-Heinz Joseph bedankte sich Beyersdorfer im Namen aller Anwesenden bei Forstamtsleiter Niemann und seinem Team für den informativen Nachmittag mit einem Präsent. Bürgermeister Karl-Heinz Joseph lobte auch das Engagement des SPD Ortsvereins der seit über 10 Jahren den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu einer fachkundigen Waldbegehung bietet. Der Dank des Bürgermeisters galt allen Teilnehmern für ihr Interesse am heimischen Forst.

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