Waldbegehung der SPD

Bedeutung des Waldes für den Wasserhaushalt kennengelernt

Bei sonnigem Wetter waren am vergangenen Sonntag wieder zahlreiche Bürgerinnen und Bürger der Einladung der SPD zur Waldbegehung gefolgt, um sich vor Ort über die vielfältigen Funktionen des Waldes zu informieren.

 

Ausgangspunkt für den zweistündigen Rundgang war der Parkplatz am Auerberg, wo die über 50 Teilnehmer vom SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Ralf Beyersdorfer begrüßt wurden. Beyersdorfer zeigte sich erfreut über den stets regen Zuspruch, den die Waldbegehung seitens der Bevölkerung genieße. Die SPD Walldürn will mit der Durchführung solcher Waldbegehungen aufzeigen, dass der Schutz des heimischen Waldes sei eine wichtige kommunalpolitische Aufgabe ist. Hierzu begrüßte der Ortsvereinsvorsitzende besonders den Leiter des staatlichen Forstamtes Walldürn Herrn Niemann sowie den Revierleiter Riemer, die sich bereit erklärt hatten, die Waldbegehung mit der SPD durchzuführen.

 

Nach einer kurzen Einleitung durch Herrn Niemann, in der er den Bürgern für ihr Interesse am Wald und den Aufgaben der Forstverwaltung dankte, startete die Waldbegehung in Richtung Wildgehege.

 

Die erste Station war oberhalb der Kläranlage, wo Niemann der Gruppe die Schutzfunktion des Waldes für Mensch und Umwelt erläuterte. Zu den bedeutendsten Wirkungen des Waldes gehört seine Fähigkeit, Wasser zu speichern und zu reinigen. Niederschläge fließen im Wald nicht einfach als Oberflächenwasser ab, sondern sickern fast vollständig in den Boden ein. Auch nach Dauerregen und Schmelzwässern kann der Wald große Wassermengen aufnehmen, speichern und damit Bäche und Grundwasser speisen. Gleichzeitig geht vom Wald eine starke biologische Filterwirkung aus. Er reinigt das Sickerwasser auf dem Weg zu den Bächen. Vergleiche man diese kostenfreie Leistung des Waldes mit den Kosten, die für die Klärung von Abwasser und die Beseitigung von Hochwasserschäden aufgewendet werden müssen, so könne man den enormen Nutzen des Waldes erahnen.

 

Eine weitere wichtige Funktion des Waldes ist seine Filterwirkung für die Luft. Staub, Ruß und gasförmige Verunreinigung werden durch die Blattorgane gefiltert. Ebenso schluckt der Wald Lärm, der von Straßen und Industrieanlagen ausgeht. Schließlich spielt der Wald auch in Freizeit und als Erholungsraum eine wichtige Rolle.

 

Die nächste Station des Rundganges war am Wildgehege, wo Niemann den Teilnehmern die einzelnen Schichten eines Baumstammes vom Kernholz bis Rinde veranschaulichte. Von hier ab ging es in zwei Gruppen über den Fichtenpfad zum Märzenbrünnle. Unterwegs lernten die Teilnehmer der Waldbegehung, wie man mit einfachen Mitteln die Höhe eines Baumes abschätzen kann und mit welchen Instrumenten die Förster dieses tun. Die verschiedenen Holzqualitäten wurden an einigen Beispielen erläutert. Und das Prinzip der Nachhaltigkeit wurde verdeutlicht. So liefert der Wald in seiner Nutzfunktion den nachwachsenden, kohlendioxidneutralen Rohstoff Holz, der in der Holz- und Papierindustrie verarbeitet oder als regenerative Energiequelle genutzt werden kann. Dabei bedeutet eine Nachhaltige Bewirtschaftung, dass dem Wald nur soviel Holz entnommen wird, wie auch auf natürliche Weise nachwachsen kann. Ziel der Forstwirtschaft ist es einen langfristig stabilen Bestand aufzubauen und an künftige Generationen weiter zu reichen.

 

Zum Abschluss der Waldbegehung lud die SPD die Teilnehmer in die Forstschutzhütte am Auerberg ein, wo bereits Kaffee und Kuchen gerichtet waren. Der Ortsvereinsvorsitzende Beyersdorfer bedankte sich im Namen aller Teilnehmer bei Herrn Niemann und Herrn Riemer für die informative und abwechslungsreiche Führung durch den Wald.