SPD diskutierte Jugendhaus

Ein Treff für alle Generationen

Ort für viele Aktionen soll entstehen - Straßenausbau begrüßt

Wie das geplante Jugend- und, Kulturzentrum im ehemaligen Schlachthaus ein Ort für Freizeit, Kommunikation und Kultur werden kann und der Jugendtreff organisiert werden soll stand im Mittelpunkt der letzten Vorstandssitzung der Walldürner Sozialdemokraten.

 

Nachdem mit den Bauarbeiten am ehemaligen Schlachthaus begonnen wurde, gilt es, eine Benutzerordnung für das neue Zentrum sowie ein Konzept für die Jugendarbeit mit Treff zu erarbeiten. Dabei sei es wichtig, auch die Jugendlichen mit einzubinden. Seitens der SPD hat man sich bereits im vergangenen Jahr vom Kreisjugendreferenten Rainer Wirth Über verschiedene im Neckar-Odenwald-Kreis praktizierte Modelle informieren lassen. Ein Jugendhaus, das sich zu einer festen Größe im Kreis entwickelt hat, sei so Beyersdorfer, das Jugendhaus in Adelsheim. Deshalb habe man Kontakt mit den Vorsitzenden des Fördervereins Siegfried Karrer und Ralph Gaukel aufgenommen und einen Informationsbesuch am Freitag, 12. Mai vereinbart. Die interessierten Jugendlichen und Bürger können kostenlos mitfahren. Teffpunkt für die Abfahrt in Walldürn ist am Freitag, 12. Mai, um 18:00 Uhr am Parkplatz an der Grundschule in der Keimstraße.

 

Ein Jugendtreff für die nicht in Vereinen gebundene Jugend sei schon sehr lange eine Forderung der SPD in Walldürn, so der Fraktionsvorsitzende Herbert Kilian. Derzeit gebe es kaum Möglichkeiten für die Jugend, sich in Walldürn "unorganisiert" zu treffen. Deshalb werde sich die SPD-Fraktion für den Jugendtreff stark machen. Dennoch dürfe das Jugend- und Kulturzentrum im ehemaligen Schlachthaus nicht nur ein reines Jugendhaus sein. In einem Kulturzentrum sollen für alle Generationen Veranstaltungen stattfinden können. Als Beispiele nannte Kilian Konzerte, Autorenlesungen, Podiumsdiskussionen und Kleinkunst im Rahmen der Klausurtagung von Vorstand und Fraktion wurden auch hierzu Vorschläge von der SPD erarbeitet, die Kilian in einem Brief an den Bürgermeister weitergeleitet hat.

 

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war das Blumen- und Lichterfest. Wie jedes Jahr wird sich die SPD wieder mit einem Infostand am Fest beteiligen. Mit einem Fragebogen sollen die Bürger nach Themen befragt werden, die ihnen in der Kommunalpolitik wichtig sind. Darüber hinaus werden die Stadträte der SPD-Fraktion am Stand wieder den Bürgern Rede und Antwort stehen. Der Ortsvereinsvorsitzende Beyersdorfer bedauerte, dass am diesjährigen Termin des Sommerfestes verschiedene andere Vereine ebenfalls Veranstaltungen haben. Die SPD wolle nicht in Konkurrenz zu diesen Veranstaltungen treten. Deshalb beschloss der Vorstand, dieses Jahr das Sommerfest ausfallen zu lassen. Als Ersatz für das Sommerfest wird die SPD voraussichtlich am 15. Oktober eine kommunalpolitische Stadtbegehung mit anschließendem Familiensonntag veranstalten. Geplant ist, verschiedene kommunalpolitische Schwerpunkte zu besichtigen und jeweils vor Ort die Bürger über die Planungen zu informieren und sich der Diskussion zu stellen.

 

Über die Aktivitäten der Jusos informierte der Kreissprecher Jürgen Mellinger den Vorstand. Die Jusos freuen sich sehr, dass mit Lars Ederer einer aus ihren Reihen zum Zweitkandidaten bei der Landtagswahl nominiert wurde. Neben der geplanten Oberstufenreform werde das Thema Wehr- und Zivildienst Schwerpunkt für die nächsten Veranstaltungen der Jusos im Neckar-Odenwald-Kreis sein. Unter dem Tagesordnungspunkt "Verschiedenes" stellte Herbert Treszl die Bedeutung des Flugplatzes sowohl als Infrastruktureinrichtung als auch für den Fremdenverkehr dar. Eine bessere Erreichbarkeit mit dem Auto ebenso wie mit dem Fahrrad sei deshalb sehr wünschenswert. In diesem Zusammenhang wurde der von der CDU Höpfingen in einem Pressebericht geforderte Ausbau der Landstraße L 577 zwischen Walldürn und Waldstetten diskutiert. Da der Walldürner Flugplatz über diese Straße angefahren werde, profitiere auch Walldürn von einer solchen Maßnahme, waren sich die Walldürner Sozialdemokraten einig. Die SPD in Walldürn sieht einem Ausbau dieser Straße grundsätzlich positiv entgegen.