SPD-Ortsverein tagte

Reizthema Generalverkehrsplan

Sozialdemokraten sind für Umsetzung - Jugendhaus diskutiert

Die Kandidatinnen und Kandidaten der SPD-Liste trafen sich am Mittwoch, 6. Oktober, zur Vorbereitung der Kandidatenvorstellung im Pfarrheim. Anschließend wurden die weiteren kommunalpolitischen Schwerpunkte festgelegt. Nach einer kurzen Begrüßung durch den Ortsvereinsvorsitzenden Ralf Beyersdorfer wandte man sich den Sachthemen zu. Dabei stand der Generalverkehrsplan ganz oben auf der Tagesordnung.

Der Fraktionsvorsitzende Herbert Kilian bedauerte, dass der Generalverkehrsplan zum Reizthema gemacht werde. Wer tatsächlich eine städtebauliche Weiterentwicklung und eine zukunftsfähige Verkehrsführung in Walldürn wolle, der müsse die Umsetzung des Generalverkehrsplanes aktiv unterstützen und dazu trage eine unsachliche Diskussion nicht bei. Auch wenn es derzeit durch die Baumaßnahmen zu Beeinträchtigungen im Straßenverkehr komme, so müsse der Plan an seinen langfristigen Verbesserungen für die Verkehrsführung in Walldürn gemessen werden, meinte der Fraktionsvorsitzende Herbert Kilian. Wer jetzt über chaotische Zustände klage und andererseits die Lösung der Verkehrsproblematik einfordere, verhalte sich, so Stadtrat Priwitzer, populistisch.

Die jetzigen Beeinträchtigungen sind ja durch die Baumaßnahmen bedingt, die zu einer langfristigen Lösung der Verkehrsproblematik betragen. Die SPD steht zur Entscheidung für den Generalverkehrsplan, die im Stadtrat einstimmig gefällt wurde. Auch wenn es momentan schwieriger sei ein Konzept zu verteidigen, das derzeit zu Beeinträchtigungen führe und dessen Verbesserungen erst nach Abschluss aller Baumaßnahmen im vollem Umfang zum Tragen kommen. Der Generalverkehrsplan bringt einen kreuzungsfreien Anschluss Walldürn-Süd an die B 27. In diesem Zusammenhang werden drei Bahnübergänge in Walldürn wegfallen. Natürlich, so betonte, Stadtrat Alfred Rippberger, nimmt die SPD gerne Anregungen aus der Bevölkerung auf und versucht diese auch umzusetzen, sie müssen sich jedoch in das Gesamtkonzept integrieren lassen.

Mit dem Jugend- und Kulturzentrum im alten Schlachthaus hat sich die SPD schon während einer Klausurtagung intensiv befasst. Wie die offene Jugendarbeit in Walldürn organisiert werden könnte, wurde auf einer Vorstandssitzung mit dem Kreisjugendreferenten Rainer Wirth ausführlich diskutiert. Die SPD fordert eine hauptamtliche Betreuung des Jugendtreffs. Christian Ackermann sieht die Jugendarbeit sowohl in den Vereinen als auch in einem Jugendtreff als eine besonders wichtige Aufgabe Im Jugend- und Kulturzentrum soll sowohl die nicht in Vereinen gebundene Jugend als auch die Vereinsjugend Räumlichkeiten für eine sinnvolle Freizeitgestaltung vorfinden. Stadtrat Rolf Günther betonte, dass unter dem Dach des ehemaligen Schlachthauses nicht nur ein Jugendzentrum geplant sei, sondern eben auch ein Kulturzentrum, das Platz für Kleinkunst, Musik und Kabarettveranstaltungen biete.

Situation der Walldürner Schwimmbäder, war man sich einig, dass nachdem die Attraktivität des Freibades auf Betreiben der SPD hin gesteigert wurde, nun mit der Sanierung des Hallenbades begonnen werden müsse. Herbert Kilian verwies auf die guten Besucherzahlen des Hallenbades, so dass für die SPD eine Schließung des Hallenbades nicht in Betracht komme. So wohl für die Bevölkerung als auch für den Fremdenverkehr sei das Hallenbad eine wichtige Einrichtung für deren Erhalt sich die Kandidatinnen und Kandidaten der SPD-Liste einsetzen werden.