Vor-Ort-Termin der SPD Walldürn

SPD besichtigt Schmidt Technoplast

Die Mitglieder des SPD-Ortsvereins Walldürn und der Gemeinderatsfraktion der SPD informierten  sich bei einem Vor-Ort-Termin über die Entwicklung des Verbands Industriepark (VIP) und nahmen dies zum Anlass,  die Firma Schmidt Technoplast GmbH zu besuchen. Das ursprünglich aus Buchen stammende Unternehmen produziert seit 2016 Kunststoffteile und Werkzeuge im Walldürner VIP.

 

Bei seiner Begrüßung bedankte sich der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Ralf Beyersdorfer bei Miriam und Holger Farrenkopf für die Bereitschaft einen Einblick in ihr Unternehmen zu gewähren.

Der SPD Walldürn liege der Verbands Industriepark VIP besonders am Herzen. Man könne aus zweierlei Gründen stolz auf die Entwicklung des VIP sein, so Beyersdorfer. Zum einen sei der VIP ein gelungenes Projekt der Zusammenarbeit der drei Verbandsgemeinden Walldürn, Hardheim und Höpfingen. Zum anderen gehe der VIP auf eine Initiative des ehemaligen Bürgermeisters Karl-Heinz Joseph zurück. Als Joseph im Jahr 1991 erstmals als Bürgermeister in Walldürn kandidierte waren ihm zwei Themen besonders wichtig: die Schaffung von Wohnbaufläche und die Schaffung von entsprechenden Flächen für Gewerbe und Industrie.

Seit dem ersten Spatenstich im Jahr 1993 habe sich der VIP kontinuierlich weiterentwickelt und eine Vielzahl von attraktiven Unternehmen haben sich dort angesiedelt. Beyersdorfer betonte, dass man seitens der SPD dankbar sei, dass man mit der Firma Schmidt Technoplast einen weiteren attraktiven Arbeitgeber besichtigen kann.

 

Für die Firma Schmidt Technoplast begrüßten Miriam und Holger Farrenkopf die Gäste. Der Geschäftsführer Holger Farrenkopf stellte zuerst die Entwicklung des Unternehmens, das in dritter Generation geführt wird, vor. Die Firma wurde ursprünglich 1971 als Werkzeugbau gegründet. Schon bald erweiterte man die Kompetenz um die Spritzgusstechnik.

 

 

Durch ihr langjähriges Know-how und eine klare unternehmerische Ausrichtung entwickelte sich das Unternehmen zu einem leistungsstarken Partner für kunststofftechnische Lösungen vom Werkzeugbau bis hin zum fertigen Spritzgussteil. Nachdem man im Jahr 2015 am bisherigen Unternehmensstandort keine Erweiterungsmöglichkeiten hatte, entschied man sich nach einem neuen Firmenstandort umzuschauen. Fündig wurde man im Walldürner Industriepark VIP.
Der neue Firmenstandort bietet nicht nur Platz für eine moderne Fertigungshalle mit angebautem Bürotrakt, sondern habe auch noch ausreichend Freiflächen für die weitere Entwicklung des Unternehmens.

 

Zu Beginn des Rundganges zeigte Holger Farrenkopf den Gästen eine Auswahl verschiedener Produkte der Firma Schmidt Technoplast. Die Kunden der Firma kommen aus den Bereichen Auto Motive, Medizin, Haushaltswaren, Gehäusetechnik, Bau und Elektrotechnik. Derzeit beschäftige man am Standort 43 Mitarbeiter.

 

 

Beginnend vom Materiallager führte Holger Farrenkopf die Gäste durch die Produktion. Die erste Station war die Kunststoffspritzerei. Hier konnten die Gäste die verschiedenen Maschinen bei der Herstellung von Teilen beobachten, während Farrenkopf das Verfahren der Kunststoffformgebung erläuterte.

 

Im Anschluss wurde der Werkzeugbau besichtig, wo die verschiedenen Formen hergestellt werden. Auch hier verfügt die Firma über einen leistungsfähigen Maschinenpark, um allen Wünschen der Kunden, von der Herstellung von Prototypen bis zur Serienfertigung, gerecht werden zu können.

 

 

Dem informativen Rundgang schloss sich noch eine Abschlussdiskussion an. Themen waren unter andrem der zunehmende Fachkräftemangel sowie der Wettbewerb mit asiatischen Anbietern. Nur durch ein hohes Maß an eigenem Know-how, hoher Kundenorientiertheit und einer hohen Zuverlässigkeit, so erläuterte Farrenkopf, könne man sich von Anbietern aus Niedriglohnländern abheben.

 

Ein klares Bekenntnis zum Verbands Industriepark VIP kam vom SPD Fraktionsvorsitzenden Rolf Günther. Für die Schaffung und den Erhalt von Arbeitsplätzen sei es notwendig einerseits innovativen Unternehmen, wie der Firma Schmidt Technoplast GmbH, geeignete Grundstücke für Firmenansiedlungen bieten zu können. Andererseits sei es auch notwendig bestehenden Arbeitgebern an ihrem Standort entsprechende Erweiterungsmöglichkeiten zu schaffen. Für die SPD-Fraktion habe der Erhalt und die Schaffung von Arbeitsplätzen eine hohe Priorität, jedoch nicht um jeden Preis. So erinnerte Rolf Günther daran, dass man seitens der SPD-Fraktion auch schon kritische Gewerbeansiedlungen verhindert habe, weil mann nicht überzeugt war, dass die Ansiedlung entsprechende Arbeitsplätze mit sich gebracht hätte.

 

In diesem Zusammenhang erläutert an Rolf Günther auch die Pläne zu Erschließung des Gewerbegebietes „Schöner Busch“. In der Erweiterung des Flächennutzungsplanes um das Gewerbegebiet „Löschenäcker“ sehe die SPD-Fraktion eine langfristige Entwicklungsoption für Walldürn. Bei diesen Planungen müssen wirtschaftliche Interessen und der Natur- und Umweltschutz entsprechend abgewogen werden.  Insbesondere gelte es die Streuobstwiese zu erhalten sonst würde man „das Ehrenamt mit Füßen treten“.

 

 

Abschließend bedankte sich der SPD Ortsvereinsvorsitzende Ralf Beyersdorfer mit einem Präsent bei Miriam und Holger Farrenkopf noch einmal für den informativen Rundgang durch das Unternehmen und wünschte auch für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens stets viel Erfolg.